Obwohl die Verwaltung den Termin für die außerordentliche Hauptversammlung am 22.7. wählen konnte, waren zwei der drei Aufsichtsratsmitglieder nicht erschienen. Lediglich der AR-Vorsitzende, Herr Wiedemann, der auch die Versammlung leitete, und der Alleinvorstand, Herr Engels, waren von der Verwaltung der Gesllschaft anwesend.

Von den Aktionären waren 165 Eintrittskarten bestellt worden, wovon 78 weder anwesend noch vertreten waren, was womöglich auf den verspäteten Versand zurückzuführen ist. Außerdem gab es Eintritsskartenbestellungen, die wegen angeblichem Fristablauf gar nicht akzeptiert wurden.

Wenig überraschend hatte die Reich-Gruppe die Stimmenmehrheit von etwa 34% des Kapitals gegenüber knapp 27% der Opposition, nicht zuletzt auch deshalb, da sie sich der etwa 57.000 BiB-Aktien, die die Gesellschaft in eigenem Besitz hatte, bedient hatte und zusätzlich im Juni und/oder Juli im Markt Aktien zugekauft hatte! Der Aufsichtsratsvorsitzende teilte allen Ernstes mit, der Vorstand habe diesen Kredit ohne das Wissen des Aufsichtsrats gewährt. Nachdem etliche weitere Fragen bezüglich dieses Kredits gestellt wurden, unterbrach der Aufsichtsratsvorsitzende die Hauptversammlung, um sie dann erst kurz vor Mitternacht wieder zu eröffnen und sie dann zu beenden. Bei dieser Kreditvergabe liegt die Vermutung nahe, sie sei auf Vorgabe der Großaktionärin erfolgt und zwar, um dieser die zusätzlichen Käufe der BiB-Aktien zu finanzieren. Das wäre ein juristisch mehr als fragwürdiger Vorfall.

Das beschlusslose Ender der HV um 24 Uhr wirkte für die beiden Organmitglieder wie eine Erlösung, nachdem sie sich auf juristisch zunehmend heiklem Feld recht unsicher bewegten. Nachdem etliche Fragen nicht oder nur unzureichend oder gar irreführend beantwortet wurden, was einige Male von verschiedenen Aktionären zu Protokoll gegeben wurde, wuchs der Unmut der anwesenden Aktionäre und es verstärkte sich der Eindruck, dass die beiden Herren faktisch nur auf Weisung von Herrn Reich jun. handelten und zur Leitung einer solchen Aktiengesellschaft nicht geeignet sind.